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Gelb ist nicht gleich Gelb - Der optische Blaufaktor.

 

Auch beim Gelb gibt es verschiedene Gelbtöne:

Hellgelb

Mittelgelb

Dunkelgelb

Die Vererbung des Gelbfaktors ist unabhängig vom Geschlecht und intermediär. Für den Farbton des Gelb spielt der Farbdichtefaktor eine Rolle. Auch der Farbdichtefaktor vererbt unabhängig und intermediär.

 

Der Farbdichtefaktor ist bei:

 

Hellgelb

Nicht vorhanden

Mittelgelb

Einfaktorig vorhanden

Dunkelgelb

Zweifaktorig vorhanden

 

Auch bei Gelben sollte immer ein A - Vogel mit einem B - Vogel verpaart werden. (Also Intensiv X Nichtintensiv).

 

Dabei ergeben sich diese Resultate:

 

Hellgelb X Dunkelgelb

100 % Mittelgelbe

Mittelgelb X Mittelgelb

25 % Hellgelbe

50 % Mittelgelbe

25 % Dunkelgelbe

Mittelgelb X Dunkelgelb

50 % Mittelgelbe

50 % Dunkelgelbe

Hellgelb X Mittelgelb

50 % Hellgelbe

50 % Mittelgelbe

Hellgelb X Hellgelb

100 % Hellgelbe

Dunkelgelb X Dunkelgelb

25 % Mittelgelbe

50 % Dunkelgelbe mit Einfachfaktor

25 % Dunkelgelbe mit Doppelfaktor (Letalwirkung). Die Letalwirkung erhöht sich, wenn zwei intensiv Dunkelgelbe (Goldgelbe) miteinander verpaart werden.

 

Nach der Intensität wird noch unterschieden:

 

A = Intensiv Gelbe

B = Nichtintensiv Gelbe

Hell Goldgelb

Strohgelb

Mittel Goldgelb

Mittelgelb

Goldgelb

Dunkelgelb

 

Bei den Kanarien werden zwei Farbgruppen unterschieden, welche die Farbgebung bewirken:

Die Fettfarben (Lipochromfarben, Carotinoide)

Die Dunkelfarben (Melaninfarben)

Die Fettfarben reichen von Gelb (Xanthophyll) bis Feuerrot (Canthaxantin) Bei den Melaninfarben wird das Aussehen von Mutationen beeinflusst, die die

Melanindichte,

die Melaninart (Eumelanin oder Phaeomelanin) sowie

die Federstruktur betreffen.

Eine weniger bedeutsame Gruppe sind die Strukturfarben, welche nur wenig vorkommen.

Und nun zum optischen Blaufaktor – Symbol = O – wie Optik

 

Der optische „Blau"-Faktor hat eine typische Veränderung der „Kästchenzellen" der Federn zur Ursache. Er macht aus einem normal gelben einen zitrongelben Kanarienvogel. Aus einem gewöhnlich schiefergrauen macht er einen „stahlblauen". Bei Rotvögeln wird die Färbung intensiver für unser Auge, die OF Stufe wird dadurch angehoben.

Es kommt keine blaue Farbe hinzu, sondern durch die Brechung des Lichts auf den Federzellen wird der Blaueffekt erzielt.

Der optische Blaufaktor (auch blauer Strukturfaktor genannt) vererbt unabhängig vom Geschlecht und intermediär.

 

Es gelten folgende Regeln für die Vererbung der zitrongelben Kanarien in Verbindung mit Normalgelben:

 

Gelb X Zitrongelb einfaktorig

50 % Gelbe

50 % Zitrongelbe einfaktorig

Zitrongelb einfaktorig X Zitrongelb einfaktorig

25 % Gelbe

50 % Zitrongelbe einfaktorig

25 % Zitrongelbe zweifaktorig

Gelb X Zitrongelb zweifaktorig

100 % Zitrongelbe einfaktorig

Zitrongel einfaktorig X Zitrongelb zweifaktorig

50 % Zitrongelbe einfaktorig

50 % Zitrongelbe zweifaktorig

Zitrongelb zweifaktorig X Zitrongelb zweifaktorig

100 % Zitrongelbe zweifaktorig

 

Die gleichen Vererbungsregeln kann man auch in der Zucht von rotfaktorigen Kanarien anwenden. Für Hellgelb wird Orange, für Mittelgelb wird Orangerot und für Dunkelgelb wird Rot eingesetzt.

Der optische Blaufaktor lässt sich auch in die weiß dominanten Kanarien einkreuzen.

 

Dominantweiß X Zitrongelb zweifaktorig

50 % Zitrongelbe einfaktorig

50 % Dominantweiße mit einfaktorigem Blaufaktor

 

Diese 50 % Dominantweißen mit unsichtbarem einfaktorigem Blaufaktor spielen eine wichtige Rolle bei der Verpaarung mit Melaninvögeln. Mit ihrer Hilfe lassen sich „Stahlblaue" erzielen, die zu den Silbernen gehören.

 

Außerdem:

ist noch der „Opalfaktor" auf das Aussehen der Melanine und ein „Struktur-Carotinoid-Faktor" (oder auch Lipochrom-Pastell-Faktor) auf das Aussehen der Fettfarben bekannt.

 

 

 

 

 

 

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