Zurück  
     
 

Internationaler Gesangskanarien-Wettbewerb in Tschechien

19. bis 21 Januar 2011

Seit etwas mehr als fünf Jahren bestehen Kontakte zwischen den Züchtern unserer AG Gesangskanarien und österreichischen Zuchtfreunden, die im Jahr 2007 auch auf die tschechischen Gesangszüchter ausgedehnt wurden. In der „Vogelwelt" haben wir von unserem Besuch im Jahr 2008 in Pilsen  und den Gesprächen in der Slowakei berichtet, wo erste Modalitäten für gemeinsame Veranstaltungen besprochen wurden. Im Ergebnis haben österreichische Gesangszüchter bereits im Jahr 2008 an unserer Bundesmeisterschaften in Schwabhausen teilgenommen und so mit für einen besonderen Höhepunkt im Rahmen unserer Bemühungen für die Entwicklung der Gesangskanarienzucht in der VZE gesorgt. Im Gegenzug waren wir im Folgejahr Aussteller auf der Meisterschaft der österreichischen Interessengemeinschaft für Gesangskanarien in Wien.

 

Nach den Erfahrungen mit den winterlichen und teilweise extremen Verkehrsbedingungen sowie der Entfernung haben wir schon anlässlich des Wettbewerbs in Wien Überlegungen dahingehend angestellt, eine möglichst dauerhafte Veranstaltung in der geographischen Mitte im Raum Prag

anzustreben, was von den tschechischen Gesangszüchtern erfreulicherweise sehr positiv aufgenommen wurde. Die österreichischen Vertreter und wir waren deshalb auf Einladung der tschechischen Verantwortlichen für die Gesangskanarienzucht am 2. November 2010 nach Caslav bei Prag eingeladen, um die Grundsätze zu besprechen und die Örtlichkeiten zu besichtigen. Es wurde festgelegt, dass der Wettbewerb als Gedenkveranstaltung für den verstorbenen Zuchtfreund Franz Holy unter dem Motto „Gut Hohl- grenzenlos„ stattfindet und dass wie in Österreich und in der VZE nach 100 Punkten bewertet wird, obwohl in Tschechien ansonsten noch die 90-Pkt.-Grenze gilt. Nach den Aussagen der tschechischen Ausstellungsleitung war die gemeinsame Veranstaltung mit uns besonders wichtig, weil dadurch für sie die Möglichkeit bestand, in Tschechien in der Diskussion befindliche neue Wege zu beschreiten. Neben dem Bewertungssystem betraf das auch den Ausstellungsmodus, nach dem in einer Vorrunde zwei Zuchtrichter jeweils einzeln 15 Kollektionen bewertet haben und am zweiten Tag die besten sechs Kollektionen aus jeder Gruppe in die Finalrunde eingezogen sind. Diese wurden dann von beiden Zuchtrichtern gemeinsam beurteilt und so die Sieger ermittelt. Der Wettbewerb selbst war nach unseren Beobachtungen vorbildlich organisiert. Gemessen an unseren Möglichkeiten war der Personalaufwand recht hoch, die Verantwortlichkeiten und Aufgaben waren aber klar abgegrenzt.

 

Den Wettbewerb haben wir mit lediglich drei Kollektionen Harzern-klassisch und vier Kollektionen Harzern-farbig beschickt. Dazu ist zu bemerken, dass die Veranstaltung vom 19. bis 21 Januar 2011 für uns auf Grund feststehender Termine in Österreich und Tschechien sehr spät festgesetzt war.

Wer schon selbst Gesangskanarien gezüchtet hat weiß, dass es schon nicht leicht ist, die Vögel am Tag der Bewertung in Höchstform vorzustellen und um so schwieriger ist es, diese Form wie in unserem Fall von Anfang Dezember bis zum 20. Januar zu halten bzw. noch einmal zu erreichen. Aus diesem Grund ist eine nächste Veranstaltung für Mitte Dezember diesen Jahres angedacht, was von den österreichischen Züchtern allerdings noch zu beraten und zu bestätigen ist.

Mit den erreichten Ergebnissen können wir als VZE-Züchter trotzdem zufrieden sein, obwohl wir aus den oben genannten Gründen aus der Mannschaftswertung herausgefallen sind. Diese entschieden die tschechischen Züchter mit einem halben Punkt vor Österreich für sich.

Bei den klassischen Harzern erreichte Klaus-Peter Lunkwitz im Finale mit 356 Punkten den 5. Platz und Alfred Stumpf den 8. Platz mit 351,5 Punkten. Klaus-Peter Lunkwitz erzielte am Vortag mit 372 Punkten die höchste Bewertung des Wettbewerbs überhaupt. Bei den Harzern-farbig erhielt Hans Riegler den Siegerpokal mit 322 Punkten und dem knappen Vorsprung von zwei Punkten vor Klaus Eisentraut. Vorgestellt wurden von uns Farben-Gesangskanarien in rot schimmel und rot intensiv, in rot mosaik, in schwarz rot und in opal rot.

 

Zur Wertung der Veranstaltung in Caslav gehört unbedingt, dass wir dort mit großer Herzlichkeit aufgenommen und kostengünstig untergebracht und versorgt wurden. Einige von uns kennen sich seit Jahren und so war Gelegenheit den Erfahrungsaustausch und die freundschaftlichen Beziehungen zu vertiefen. Darüberhinaus wurde die Gelegenheit genutzt, im Interesse der Verbesserung der Zuchten Vögel zu tauschen oder zu erwerben.

Hans Riegler 

 
 

Bilder von der ersten Internationalen Meisterschaft  für Harzer Gesangskanarien

 
     
   
  Im Präsidium hatten der Präsident sowie der erste Sekretär des tschechischen Kleintierzüchterverbandes, der Vorsitzende des tschechischen Kanarienzüchterbundes Pavel Pivonka, der Leiter der AG Gesangskanarien in der VZE Hans Riegler und der Vorsitzende der IG Gesangskanarien Österreichs Johann Reiterer, Platz genommen. Vor Beginn der Veranstaltung wurden die Nationalhymnen der teilnehmenden Länder gespielt.  
   
       
   
 

An der Siegerehrung nahmen auch Hans Riegler (links) und Alfred Stumpf (rechts) von der VZE Deutschland teil

 
   
       
   
  9 10  
       
  Zurück