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Kommentar des Leiters der AG Gesangzur 1. VZE-Bundesmeisterschaft für Gesangskanarien und Farbengesangskanarien(Aus Zeitschrift VZE Vogelwelt Nr. 2 / 2007 Seite 52, Text von Hans Riegler)
Vom 13.12. bis zum 16.12. 2006 fanden in Schwabhausen bei Gotha erstmalig innerhalb unserer Vereinigung Meisterschaften für Harzer Roller-Gesangskanarien, Farben-Gesangskanarien sowie Positur-Gesangskanarien statt und für uns Züchter solcher Vögel soll dieser Höhepunkt zunächst Anlaß für ein kleines Resümee zur Entwicklung dieser Zuchtrichtungen in der VZE in den letzten zwei Jahren sein. Der im Jahr 2005 vollzogene Eintritt der Mehrzahl der Mitglieder des Kanarienzuchtvereines Gotha und weiterer Gesangszüchter aus Thüringen und Bayern hatte ja schließlich seinen Grund darin, dass diese Züchter zuvor jahrelang vergeblich versucht hatten, zumindest eine öffentliche Diskussion zu dem veralteten Bewertungssystem für Harzer Roller in Gang zu bringen und Voraussetzungen für die Entfaltung der Zucht von Farben-Gesangskanarien und Positur-Gesangskanarien zu schaffen. Es ist sicher normal, dass es anfangs noch ein paar Bedenken gegeben hat, ob wir unsere Ziele nun in der VZE verwirklichen können, nach knapp zwei Jahren Mitgliedschaft kann diese Frage jedoch uneingeschränkt positiv beantwortet werden. Nach den noch im Jahr 2005 erfolgten Beschlüssen des Vorstandes zum Bewertungssystem und zu den neuen Standards konnten wir zielgerichtet alle weiteren Dokumente, wie z.B. die Ausstellungsordnung, die Bewertungsbögen für die neuen Zuchtrichtungen und andere notwendige Unterlagen für die Durchführung von Meisterschaften erarbeiten, so dass wir inzwischen alle unsere Zielvorstellungen verwirklichen konnten und die AG Gesangskanarien innerhalb der Interessengemeinschaft Kanarien und Wildvögel heute als voll arbeitsfähig bezeichnet werden kann. Dass dies alles ohne jede Aufregung abgelaufen ist, soll erwähnt werden, weil unsere früheren Bemühungen statt greifbarer Ergebnisse für die deutschen Züchter nur zu teilweise recht unsachlichen Auseinandersetzungen und viel Unruhe geführt hatten. Inzwischen findet unser Weg aber auch bereits außerhalb unserer Vereinigung Beachtung, indem z.B. österreichische Züchter unseren Standard für Farben-Gesangskanarien und Deutsche Haube-Gesangskanarien voll übernommen und im Dezember 2006 bereits eine Vereinsmeisterschaft auf dieser Grundlage durchgeführt haben.
Insgesamt können wir nach zwei Jahren auf eine erfolgreiche Einführung und Entwicklung der Gesangszucht in der VZE blicken, wobei das auf der Bundesmeisterschaft in Chemnitz unseren dort vorgestellten Farben-Gesangskanarien und den Gesangsvorführungen entgegengebrachte Interesse für uns mit zu dieser positiven Gesamteinschätzung gehört. Die angenehme Atmosphäre auf der Bundesausstellung hat auch weiter dazu beigetragen, dass sich die Gesangszüchter in unserer Vereinigung inzwischen ausgesprochen wohl und heimisch fühlen, denn die dort ausstellenden Zuchtfreunde haben anschließend übereinstimmend bedauert, den Schritt zur VZE nicht schon früher getan zu haben.
Die im Dezember vom Kanarienzuchtverein Gotha ausgerichtete erste VZE-Meisterschaft für die Gesangsrichtung, die wir sowohl von der Beteiligung wie auch von den Ergebnissen her als Erfolg und als bisherigen Höhepunkt für die Gesangszucht in der VZE betrachten, hat uns darin weiter bestärkt und ist uns zugleich Ansporn, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Unserem Vorstand müssen wir dafür danken, dass wir die im Vorfeld gestarteten gezielten Störmanöver gegen unsere Veranstaltung mit der Verpflichtung niederländischer „Keurmeesters“ für die Gesangsbewertung abwenden und so den reibungslosen Ablauf dieser in einem neu eingerichteten Sportlerheim unter optimalen äußeren Bedingungen stattfindenden Meisterschaften gewährleisten konnten. Zudem konnten wir dadurch sehr interessante Gespräche mit den ausländischen Zuchtrichtern führen, die vor allem hinsichtlich der in unserer Vereinigung abgeschafften 90-Punktgrenze mit uns völlig einer Meinung waren und die Praxis hat schließlich erneut bestätigt, dass fünf Vögel mit bis zu 93 ersungenen Punkten nach dem veralteten Bewertungssystem nicht mehr gerecht hätten bewertet werden können.
Wie eigentlich immer bei der Bewertung von Gesangsvögeln waren die gesanglichen Leistungen natürlich differenziert, in der Spitze allerdings auch von außerordentlich hohem Niveau.
Den als Wanderpokal von einem befreundeten österreichischen Verein gestifteten Hohl-und Knorrpreis errang mit 190 Punkten ebenfalls Zfrd. Günter Pöppl, der auch den Championvogel bei den Harzer Rollern mit 93 Punkten stellte. Neben den hier aufgelisteten Spitzenleistungen verdienen aber auch die Ergebnisse der Stämme des Zfrd. Helmfried Nickel mit 353 Punkten und des Zfrd. Rüdiger Schmidt mit 348 Punkten genannt zu werden. Zu nennen ist hier außerdem die Kollektion des Zuchtfreundes Klaus Eisentraut mit 665 Punkten ( 307 Punkte Gesang ) in rot schimmel. Der einzige Deutsche Haube-Gesangsvogel ( schwarz weiß gescheckt ) des Zfrd. H. Riegler erreichte 168 Punkte bei 79 Punkten für Gesang, hier hoffen wir auf weitere Interessenten und künftige Mitstreiter auch aus den Reihen der Züchter der Positurrasse Deutsche Haube. Den Championvogel bei den Farben-Gesangskanarien stellte der Zfrd. Günther Kein in rot intensiv mit 179 Punkten bei 88 Punkten für die gesangliche Leistung. Dieser Vogel mit einer 23-er Hohlrolle zeigt in besonderer Weise die schon heute in der Farben-Gesangszucht liegenden Möglichkeiten und soll deshalb besonders hervorgehoben werden. Das in unserer Vereinigung bereits vorhandene züchterische Potential und gesangliche Niveau bei den Farben-Gesangskanarien konnte aber mehr noch mit der bereits erreichten Breite und Vielfalt dokumentiert werden, die es so in noch keinem anderen Verband gibt und die uns für die weitere Entwicklung dieser Zuchtrichtung in der VZE sehr zuversichtlich macht. Das auf unserer Meisterschaft von einigen Farbenzüchterinnen und -züchtern gezeigte Interesse an unserer Arbeit stimmt uns zusätzlich optimistisch, wobei wir uns natürlich über jeden weiteren Züchter freuen, der künftig unsere Bemühungen um die Kombination von Farbe und Gesang mit unterstützt.
Die hier gemachten Ausführungen und dargelegten Ergebnisse beleuchten insgesamt in erster Linie die gesanglichen Leistungen auf unserer ersten VZE-Meisterschaft. Die Wertung des züchterischen Standes hinsichtlich der Farbe bei den Farben-Gesangskanarien erfolgt in gegenseitiger Absprache gesondert durch den Zuchtfreund Klaus Bröse, den wir als den Mitverfasser unseres neuen Standards erfreulicher Weise für die Zuchtrichtertätigkeit gewinnen konnten.
Insgesamt betrachten wir den Ablauf unserer Veranstaltung als gelungenen Auftakt für die Bewertung von Gesangsvögeln in unserer Vereinigung, was gleichzeitig beinhaltet, dass wir uns heute schon Gedanken darüber machen, was wir künftig noch verbessern können. Einzelheiten dazu können im Jahr 2007 im Rahmen der IG Kanarien besprochen werden. |
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Hans Riegler |
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Zusammenfassung der Ergebnisse:
13 Aussteller stellten vor: 20 Kollektionen bei Gesangskanarien 8 ( 4er ) Kollektionen bei Farbengesangskanarien 5 ( 2er ) Kollektionen bei Farbengesangskanarien 11 Einzelvögel Farbengesangskanarien 1 Einzelvogel Positur-Gesangskanarie Deutsche Haube somit wurden 134 Gesangs, Farben-Gesangs,- und Positur-Gesangskanarien zur Bewertung eingeliefert.
5 Harzer Roller überschritten die 90 Punkt (DKB) Grenze ( 91 - 92 - 92 - 93 - 93 Punkte )
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Ausstellerverzeichnis:
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Siegerliste Harzer Roller:
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Siegerliste Farbengesangskanarien:
4-er Kollektionen:
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2-er Kollektionen:
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Einzelvögel:
Positur-Gesangskanarien:
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Kommentar zur 1. VZE Bundesmeisterschaft Bewertung von Farben-Gesangskanarien am 15. 12. 2006 in Schwabhausen
(Zeitschrift VZE Vogelwelt Nr. 2 / 2007 Seite 51 - Text von Klaus Bröse)
Nach Aufnahme und Integration der Gesangs- und Farben-Gesangskanarienzüchter in der VZE konnte nunmehr zum o.g. Datum die 1. VZE-Meisterschaft in Schwabhausen bei Gotha durchgeführt werden, zu der ich als Zuchtrichter für Farbe und Positur eingeladen wurde. Für die Farben- und Positurgesangszucht wurde eigens ein VZE Standard erarbeitet, der vor allen Dingen zum Ziel hat, den Einstieg der Zuchtfreunde in diesen interessanten Zweig der Kanarienzucht zu unterstützen und zunächst die Messlatte bei der Farbe und Positur nicht zu hoch anzulegen. Sehr wichtig war, dass insbesondere der Typ Harzer Roller bei den Farben und Positurgesangsvögeln im VZE Standard festgeschrieben wurde, der bezüglich der Form der Vögel doch eindeutig von der Standardbeschreibung des Farbenvogels im DKB abweicht. Was bedeutet das? Wir wollen also einen Vogel erzüchten, der alle Qualitäten des Harzer Gesangsvogels in sich vereint. Also in der Form und im gesamten Erscheinungsbild dem Typ des Harzer Rollers gleicht und selbstverständlich einen sehr guten Gesang vorträgt. Hauptaugenmerk muss immer auf die Erhaltung und Verbesserung der Gesangsqualitäten gelegt werden. Die Einführung neuer Farben in die Gesangszucht, um damit auch den optischen Eindruck von nur gelben Vögeln oder deren Scheckungsstufen aufzulockern, wird immer das zweite Ziel bleiben. Demzufolge hat sich die Schauklasseneinteilung in Melanin-, Lipochrom und zwei Scheckenklassen bereits bei der ersten Meisterschaft als positiv erwiesen. Auch Vögel mit Melaninflecken oder Lipochromflecken bis zur Größe einer 1 Cent Münze in einer ansonsten einfarbigen Kollektion zu tolerieren, ist für Anfängerzüchter eine moderate Heranführung an das im Endeffekt zu erzielende Ergebnis. Mit 15 Kollektionen, die als 4er, 2er Kollektionen und Einzelvögel standen, konnte das Beschickungsergebnis als sehr positiv für eine erste Meisterschaft angesehen werden. Unter den Lipochromvögeln überwogen die rot schimmel und die rot intensiven Vögel. Besonders bei den rot intensiven Vögeln konnten drei Vögel gefallen. Diese Tiere würden selbst bei einer separaten Farbbewertung und deren Kriterien nicht schlecht abschneiden. Natürlich war zu merken, dass mdie Züchter bestrebt waren, die rotgrundigen Vögel nicht zu sehr mit Farbzusatzfutter zu strapazierten. Auch diesem Umstand wurde bei der Bewertung auf Farbe entsprechend dem eigentlichen Zuchtziel Rechnung getragen. Eine Kollektion dominant weiße Vögel konnte farblich und vom Typ Harzer Roller recht gut gefallen. Lediglich das Gefieder war hier noch verbesserungswürdig. Aber wer die Vögel gesehen hat, und sie eventuell noch in ihrem Gesangsvortrag hörte, kann über diese gute Entwicklung nur Positives berichten. Weiterhin waren Farben-Gesangskanarien in schwarz-opal-gelb-schimmel, schwarz-opal-weiß-dominant, achat-gelb-schimmel und achat-weiß-dominant mit Scheckung zu sehen. Sehr bestechend ausgefertigt war auch ein Vogel in schwarz-weiß. Als einziger Positur-Gesangsvogel wurde eine Deutsche Haube in achat-weiß zur Bewertung gestellt. Auch dieser Vogel konnte durchaus gefallen. Ich hoffe, dass mit diesem ersten Versuch einer Farben-Gesangskanarienbewertung in der VZE der Grundstein für eine weitere Vergrößerung der Anzahl der Interessenten für diese Richtung der Kanarienzucht erreicht wurde und dass die Züchter erkennen konnten, dass mit einem behutsamen und sachkundigem Umgang bei der Bewertung der Vögel unser selbst geschaffener Standard wirkungsvoll mit Leben erfüllt wurde. Für meinen Teil möchte ich mich bei der Sparte Gotha für die Einladung bedanken, diese erste Meisterschaft richten zu dürfen. Ich wünsche allen Ausstellern weiterhin gute Zuchterfolge und viel Tatkraft und Optimismus bei der Erreichung ihrer hochgesteckten Ziele. Klaus Bröse, Zuchtrichter VZE für Farben- und Positurkanari
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