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Hat die Mondphase Bedeutung in der Kanarienzucht?
Wer weiß schon noch, dass die Zeit des zunehmenden Mondes eine Zeit des Ausruhens und des Kräftesammelns sein soll. In der Zeit des zunehmenden Mondes nimmt der menschliche Körper stärkende Mittel besser und schneller auf, als in der anderen Zeit. Die Naturvölker haben das erlebt und erleben es immer noch. Wir fangen jetzt erst (wieder) mühevoll an, dieses Wissen zumindest zur Kenntnis zu nehmen. Bestenfalls spüren wir noch die Irritationen zu Vollmond, wir träumen oder können nicht schlafen. Und wer weiß schon noch, dass der Neumond als ein günstiger Zeitpunkt angesehen wurde, um gute Vorsätze zu verwirklichen, um neue Vorhaben zu beginnen? Mit dem Zu- und Abnehmen der Mondscheibe werden seit Urzeiten Natur- und Lebensvorgänge verknüpft. Die Mondphasen als Sinnbild für Werden und Vergehen sollen unter anderem Wachstum, Fruchtbarkeit, Liebe, Ehe und Tod, Saat und Ernte beeinflussen. Die Germanen rechneten die Zeit nach Nächten, die islamische Welt bestimmt seit dem 6. Jahrhundert das Jahr nach dem Mondlauf. Die beweglichen kirchlichen Feiertage wie Karfreitag, Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam werden vom Stand des Mondes bestimmt. Seit dem zweiten Jahrhundert wird Ostern an den Sonntagen gefeiert, der dem ersten Frühlings-Vollmond folgt. Das bedeutet, Ostern ist nie vor dem 22. März und nie nach dem 25. April. Der Termin der übrigen Feiertage hängt wiederum davon ab, wann Ostern gefeiert wird. Himmelfahrt ist 40 Tage nach Ostern, Pfingsten 50 Tage und Fronleichnam 61 Tage danach.
Bedeutung des Mondes für uns Menschen:
Wenn wir einmal auf den Jahreskalender sehen, dann können wir folgende Mondphasen unterscheiden:
Der Mondmonat umfasst die Zeit zwischen zwei Vollmondphasen. Er dauert genau 29 Tage, 12 Stunden, 44 Minuten und 2,8 Sekunden.
Bei zunehmenden Mond ist die Sichel nach links geöffnet. Er beginnt nach Neumond und dauert etwa 13 Tage. In dieser Zeit ist folgendes begünstigt:
Der zunehmende Mond ist der Zeitraum der Generation, des Aufnehmens, Zuführen und Planens. Er fordert uns zur Schonung und Erholung auf.
Der abnehmende Mond (Sichel nach rechts geöffnet, nach Vollmond beginnend, etwa 13 Tage Dauer) ist gut:
Der abnehmende Mond unterstützt vorbeugende und heilende Maßnahmen, fordert aber auch zu Einsatz- und Energieverausgabung auf.
Vollmond ist ideal um Blut zu spenden, aber sehr ungünstig für operative Eingriffe. Bei Vollmond werden mehr Termine abgesagt, als an anderen Tagen.
Neumond ist ein guter Zeitpunkt, um zu fasten, schlechte Gewohnheiten über Bord zu werfen und einen Neuanfang zu wagen.
Der Mond durchwandert in einem Monat alle zwölf Tierkreiszeichen . In jedem verweilt er zwei, drei Tage. Alles was Sie vorbeugend für oder leichtsinnig gegen ihren Körper tun , wenn der Mond in den bestimmten Zeichen steht, soll doppelt wohltuend oder belastend wirken. Auf nähere Einzelheiten wird hier nicht eingegangen. Für den, den es interessiert, steht dazu jede Menge Literatur zur Verfügung.
Bedeutung für die Kanarienzucht:
Für unsere älteren Zuchtfreunde war es kein Geheimnis, dass ein Zuchtbeginn in der Zeit des Neumondes am erfolgversprechendsten war. Eine Begattung des Weibchens durch den Hahn in der Zeit des Neumondes bringt weniger Schiereier, wenn das Paar in der Zeit des zunehmenden Mondes auf diesen Zeitpunkt sorgfältig vorbereitet wurde. Es kommt also nicht nur darauf an, dass die Zuchtreife bei den Hähnen und Weibchen vorhanden ist, sondern man sollte auch die richtige Mondphase einplanen. Für das Jahr 2011 ergeben sich z. B. für den Zeitraum der Verpaarungen folgende Neumondphasen:
Sammeln von Futterpflanzen in der Natur oder im Garten für unsere Kanarien: Unumstritten ist mittlerweile die Wirkung des Mondes auf Pflanzen, auf den günstigsten Zeitpunkt für ihre Ernte, auf Wachstum oder Stillstand. Wurzeln sollen am besten nachts, frühmorgens oder abends ausgegraben werden (Möhren, Topinambur). Der späte Vormittag ist der beste Sammelzeitpunkt für Blätter (Vogelmiere, Schnittsalat, Löwenzahn usw.) . Blüten sollen voll entfaltet sein und bei Sonnenschein gepflückt werden. Samen und Früchte (halbreife Sämereien) können den ganzen Tag über gesammelt werden.
Wenn auch heute durch jüngere Züchter solch eine Erfahrung noch zu oft belächelt wird, sollten ältere Züchter, die hier jahrelange Erfahrung haben, ruhig einmal in der Fachpresse darüber berichten. |
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