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Standard für Farben-Gesangskanarien

Originaltyp Harzer Roller

 

(Abbildung 1)

 

 

 

1. Gesang:

 

Zielstellung wie beim Harzer Gesangsvogel. Entsprechend erfolgt die Bewertung der Gesangsleistung nach dem in der Vereinigung verbindlichen Bewertungssystem für Harzer Gesangskanarien.

 

 

 

2. Körperstruktur:

 

Aufrechte, mittelhohe Stellung von 45 bis 50 Grad, kräftig, vollbrüstig ohne dadurch plump oder gedrungen zu wirken. Allgemein stolze Haltung. Kopf nicht zu stark gewölbt, dabei nicht zu klein und dem übrigen Körper angepasst. Kehle auch bei ruhigem Vogel nicht zu sehr eingezogen erwünscht. Schnabel kegelförmig mittellang ohne Missbildung. Beine etwas über mittellang ohne zu starke Schuppenbildung, in Stellung etwas angewinkelt. Länge vom Schnabel bis zur Schwanzspitze 14 cm.

 

 

 

3. Gefieder:

 

Vollbefiedert in jeder Intensität. Die Flügel sollen fest am Körper anliegen und sich mit den Spitzen gerade berühren.

 

Schwanzhaltung gerade und eine leicht geschwungene Linie mit dem Rücken bildend, leicht gegabelt und in der Proportion zum Vogel passend. Kleingefieder glatt verlaufend und ohne irgendwelche Scheitelung oder Krause.

 

 

 

4. Farbe:

 

Alle Kanarienfarben sind zugelassen.

 

Zielstellungen und Bewertungskriterien wie in der Farbenkanarienzucht. Abweichend davon sind kleine Aufhellungen bei Melaninvögeln sowie kleine Pigmentflecken bei Lipochromvögeln im Kleingefieder und an Hornteilen keine Ausschlusskriterien.

 

Schecken sind zugelassen, als Ausstellungsvögel sollen sie möglichst gleichmäßig gezeichnet sein.

 

 

 

5.  Zeichnung und Scheckung:

 

Nach Zeichnung und Scheckung werden vier Schauklassen gebildet.

 

Schauklasse I: Alle Melaninvögel.

 

Die Vögel sind vollkommen dunkel. Kleine Aufhellungen bis zur Größe eines 1 Cent-Geldstückes im Kleingefieder und das Auftreten heller Krallen werden toleriert.

 

Schauklasse II: Alle Lipochromvögel.

 

Die Vögel sind vollkommen aufgehellt. Kleine Pigmentflecken im Kleingefieder bis zur Größe eines 1 Cent-Geldstückes und kleine Hornscheckungen werden toleriert.

 

Schauklasse III: Alle Melaninschecken.

 

Die Vögel zeigen mehr als 50 % der Scheckung am Vogelkörper in einer Melaninfarbe.

 

Schauklasse IV: Alle Lipochromschecken.

 

Die Vögel zeigen mehr als 50 % Lipochromausfärbung im Gefieder.

 

Schecken, die ein Verhältnis Melanin zu Lipochrom von ca. 1:1 am Vogelkörper zeigen, werden in der Schauklasse eingestuft, in die sie der Züchter gestellt hat.

Vögel unterschiedlicher Melanin- und Lipochromfarbe sowie unterschiedlicher Intensität des Gefieders in einer Kollektion sind nicht zulässig.

 

 

 

6. Gesamtbewertung:

 

Aus der Addition der Punktzahlen für die Farb- und Gesangsbewertung werden die Siegervögel bzw. die Siegerkollektionen ermittelt. Bei Punktgleichheit im Gesamtergebnis entscheidet die höhere Punktzahl bzw. bessere Platzierung in der Gesangsbewertung. (Siehe Bewertungsbogen)

 

 

 

 

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