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Aus dem Tagebuch des

Kanarienzüchters

von Arthur Parteke, Gleiwitz,

erschienen im Kanaria-Kalender 1940/41

      Übersicht:

Monat Januar

Der Januar gilt als der Monat der Generalreinigung sowie als Zeitabschnitt der vorbereitenden Arbeiten für die bevorstehende Kanarienhecke. Man benutzt diese Zeit in ausgiebiger Weise, um alle Geräte einer gründliche Desinfektion zu unterziehen. Vor allem ist zu überlegen, in welcher Weise dies geschehen soll. Mit heißer Sodalauge in Verbindung mit Kresol oder Formalin hat man bisher die besten Erfolge erzielt. Das Mischungsverhältnis besteht nach wie vor aus 5 Esslöffeln Kresol oder 3 Esslöffel Formalin zu 1 Liter Wasser. Diese einfachen und billigen Mittel haben so großen Beifall gefunden, dass man sagen kann: es lohnt sich diese anzuwenden. Bevor diese Maßnahme zur Durchführung gelangt, sind alle Geräte auf ihre Beschaffenheit nachzuprüfen und instand zu setzen. Völlig unbrauchbar gewordene Käfige sind am besten neu zu beschaffen. Das eingehende Studium in Katalogen und Preislisten führt zu Kaufentschlüssen, wodurch so manche Anregung gegeben wird, um ein unpraktisches Gerät durch ein neuzeitliches zu ersetzen. Die rechtzeitige Bestellung bewahrt vor unliebsamen Verzögerungen. Für die praktischen Arbeiten noch einige Winke. An anderer Stelle wurde bereits zum Ausdruck gebracht, dass über den Anstrich geteilte Meinungen bestehen und daher jeder nach seiner Meinung handeln soll. Zum Anstrich des Zuchtraumes benutzt man Kalkmilch und für die Zuchtregale Schlämmkreideanstrich. Mit letzteren werden die Regale blütenweiß. Zur Verbesserung der weißen Färbung für den Zuchtraum verwendet man Zinksulphat oder gewöhnliches Waschblau. Dem Schlämmkreideanstrich ist kein Desinfektionsmittel beizumengen. Der Zuchtraum verlangt gleichfalls eine gründliche Desinfektion. Eine vollständige Garantie für eine vollständige Vernichtung des Ungeziefers nebst Brut bei Anwendung von Schwefel kann nicht gegeben werden. Wohl benimmt die schweflige Säure den Menschen den Atem, ist aber für nicht durch Lungen atmende Tiere weniger gefährlich. Es ist festgestellt worden, dass am darauf folgenden Tage nach dem Ausschwefeln z.B. Spinnen noch am Leben waren und munter umherliefen. Es ist daher am besten, wenn man sich in solchen Fällen mit einem Desinfektor in Verbindung setzt, der mit schärferen Kampfmitteln – die im freien Handel nicht erhältlich sind – eine wirksame bzw. radikale Desinfektion vornimmt. Wenn im vergangenen Jahr der Zuchtraum nicht günstig gelegen war, wodurch die Erfolge beeinträchtigt wurden, so dürfte es von Vorteil sein, den Ort zu wechseln. Es ist bekannt, dass gerade der auf der Südseite gelegene Raum, wo das Sonnenlicht direkt Eingang hat, am besten geeignet ist. Wohnküchen eignen sich als Zuchtraum nur dann, wenn sie genügend geräumig sind, keine Gasfeuerung enthalten und für guten Abzug der Kochdünste Sorge getragen wird. In der Regel pflegt die Kälte im Monat Januar am größten zu sein. Man muss daher durch entsprechende Fütterung dahin wirken, dass die Gesundheit der kaltüberwinternden Zuchtweibchen keinen Schaden verursacht. Fenster und Türen sollen gut schließen, mit der Lüftung soll man nicht ängstlich sein. Sauerstoffreiche und nicht zu trockene Luft soll stets vorhanden sein. Die Weibchen verbleiben weiterhin in ihren geräumigen Flugkäfigen damit sie durch ausgiebige Flugtätigkeit ihr Blut erwärmen bzw. in Wallung bringen. Man vergesse nicht das Badewasser. Gesunden Weibchen schadet dies selbst an kalten Tagen nicht. Durch Baden werden die Vögel abgehärtet und widerstandsfähiger. Das Badewasser bleibt nur solange im Käfig, als die Vögel es benutzen. Dankbar sind die Zuchtweibchen für ein gutes Körnerfutter, welches aus nusssüßem Rübsen sowie zeitweise Mischfutter bestehen soll. Je 1 Napf mit irgendeinem Kalkpräparat sowie ausgelassenem Talg darf im Käfig nicht fehlen und zur beliebigen Aufnahme zur Verfügung stehen. Im Rahmen einer erfolgreichen Stammeszucht darf nichts außer Acht gelassen werden. Der Züchter hat deshalb schon jetzt sein Augenmerk auf die Zusammensetzung des Zuchtstammes zu verwenden. Jeder vorwärtsstrebende Sportfreund dürfte sich darüber klar sein, dass die Wege zur Höchstentwicklung der gesanglichen Leistungen nur auf der Grundlage einer geordneten Stammeszucht begründet sind.

Monat Februar

Bringt der Februar noch Kälte und Schnee, so müssen die Zuchtweibchen weiterhin sorgsam behandelt werden. Wer die Vorbereitungsarbeiten im vorigen Monat mit Erfolg durchgeführt hat, kann nun mit der Auswahl des Zuchtmaterials beginnen. Ist dies nicht geschehen, so kann man die Desinfizierung der Zuchtgeräte immer noch nachholen. Vor allem sollte man solche Mittel in Anwendung bringen, die ihren Zweck erfüllen. Hierzu kann gesagt werden, dass die Desinfizierung, ganz gleich mit welchem Mittel sie durchgeführt, kein Allheilmittel für das ganze Jahr sein kann. sondern nur durch die Ergänzung mit den weiteren noch nötigen Bekämpfungsmaßnahmen zum Erfolg führt. Von Zeit zu Zeit werden im Anzeigenteil der „Kanaria" empfehlenswerte Schädlingsbekämpfungsmittel angeboten. Man sollte bedenken, dass so manche Hoffnung durch eigene Fehler und Versäumnisse ins Wasser fallen kann. Deshalb greife man zu solchen Mitteln, auf die man sich verlassen kann. Bewährte Zuchtweibchen die im Vorjahre in der Hecke benutzt wurden, sind wieder zu verwenden, denn nur das Beste ist für die Hecke gerade gut genug. Auf die häufige Frage, wie ein gesundes und brauchbares Zuchtweibchen aussehen soll, kann gesagt werden, dass die schlanke Form von ausschlaggebender Bedeutung ist. Weibchen mit voller fleischiger Brust sowie leicht gewölbtem Hinterleib und einer dünnen Fettschicht verdienen den Vorzug. Alle kurzgebauten, schwächlichen und schmalbrüstigen Weibchen mit struppigem Gefieder, die Striemen oder Leberflecke auf der Bauchseite aufweisen, schließe man von der Hecke aus. Nur gesunde, vollbrüstige Zuchttiere, die höchste Leistungen garantieren, sind als brauchbar zu verwenden. Man bringe die Weibchen zunächst in Einzelkäfige und achte auf den Verbrauch des Körnerfutters sowie der Abgänge. Wird der Rübsen geschrotet, d.h. nur zerbissen bzw. zermalmt, so liegt eine Verdauungsstörung vor. Derartige darmkranke Weibchen sind von der Hecke fernzuhalten. Jeder weitere Versuch ist zwecklos. Um die gesunden Weibchen an das Alleinsein zu gewöhnen, werden sie von Mitte Februar ab in die Heckregale gebracht, man gewöhne sie allmählich an höhere Wärmegrade. Plötzlicher Temperaturwechsel gereicht den Weibchen zum Nachteil, denn nicht selten wird dadurch die Nachmauser begünstigt. Bei gleichmäßiger Wärme arbeiten die Weibchen entschieden besser und die Hecke nimmt einen geregelten Lauf. Die Temperatur im Zuchtraum soll 18 bis 20 Grad nicht übersteigen. Für den Heckraum kann man die verschiedensten Wärmequellen benutzen, nur müssen sie zuverlässig sein. Damit nicht Verluste durch giftige Gase entstehen, prüfe man die Heizvorrichtung auf deren Brauchbarkeit. Wo kein Kachelofen sich befindet kann man mit einem Grudeofen behagliche Wärme erzielen. Die Ausströmung der Wärme eines eisernen Ofens ist weniger gleichmäßig und daher nicht zu empfehlen, weil er die Hitze schnell abgibt bzw. rasch abkühlt. Ein Behälter mit Wasser auf den Ofen gestellt, verhindert die Bildung von trockener Luft. Werden dem Wasser einige Tropfen Terpentinöl beigemengt, so verbreiten die aufsteigenden Dämpfe einen erfrischenden Geruch. Es ist verständlich, dass Zuchtweibchen ein Mindestalter von 12 Monaten aufzuweisen haben. Wird dieses Alter nicht erreicht, so sind Misserfolge unvermeidlich. Gutgenährte, gesunde Weibchen lassen sich in der Regel bis zu einem Lebensalter von 4 bis 5 Jahren verwenden. Solange also ein Weibchen heckfähig und gesund ist, kann es in der Hecke benutzt werden. Auch bei der Auswahl der Zuchthähne ist nicht nur auf die Gesundheit zu achten, es sind auch die gesanglichen Leistungen zu berücksichtigen. Vor Beginn der Hecke werden die Hähne in größere Flugkäfige gebracht, damit sie ausfliegen können, um ihre steifen Glieder gelenkig zu machen. Dies ist unbedingt notwendig, damit sie in körperlicher Kraft den Weibchen gegenüber gewachsen sind. Erst wenn sie ihre Fluggewandheit erlangt haben, empfiehlt es sich, die ausgesuchten Hähne mit guter Erbanlage in der Hecke zu verwenden. Im Allgemeinen ist der Februar noch ein Ruhemonat und der Züchter hat immer noch Zeit, seine Vorbereitung für die Eröffnung der Hecke im Monat März zu treffen.

Monat März

Der Frühling hält seinen Einzug. Mit Spannung erwartet nun der Züchter die ersten schönen Tage des Monats, damit er sie für seine Zwecke genügend ausnutzen kann. Es besteht kein Zweifel, dass es jedem Züchter zum Vorteil gereicht, wenn er seine Zuchtanlage nach einheitlichem Muster gestaltet. Man sollte sich der Benutzung wirklich erprobter neuzeitlicher Käfiggeräte nicht verschließen. Die Käfigindustrie hat in dieser Richtung sehr brauchbare Geräte auf den Markt gebracht, deren Anschaffung empfohlen werden kann. Über die Vor- und Nachteile der verschiedensten Käfiggeräte wurde bereits an anderer Stelle berichtet. Von Mitte März ab kann mit der Hecke begonnen werden. Alle Hände müssen nun zufassen, damit die vielen Arbeiten erledigt werden können. Der deutsche Kanarienzüchter hat längst erkannt, dass man mit Wechselhecke die besten Erfolge erzielt. Die Vorteile dieser Heckart sind bekannt. Man benötigt weniger Hähne und hat die Weibchen besser in der Hand. Schließlich lässt sich auch eine bessere Kontrolle über die Nachzucht ermöglichen. Täglich zur gleichen Zeit lässt man die Weibchen befliegen und zwar geschieht das so lange, bis das dritte Ei gelegt ist. Nach erfolgter Begattung wird der Hahn außer Hör- und Sehweite des Weibchens gebracht. Damit Paarungskämpfe nicht eintreten, ist auf die erforderliche Heckreife der Elterntiere zu achten. Unter Berücksichtigung des zarten Vogelorganismus reicht man an frisch ausgefallene Nestvögel ein leichtes Eifutter und zwar mengt man dem hartgekochtem Hühnerei nicht zwei sondern vier Esslöffel Zwiebackmehl bei. Hierzu kommt noch die übliche Mohnsamenmenge von 1 Teelöffel Mohnsamen und etwas geriebene rohe Möhre. Bei diesem gestreckten Eifutter können Verdauungsstörungen nicht eintreten. Auch für das Zuchtweibchen gereicht diese Mischung zum Vorteil, da es nach 13tägiger Eifütterungspause sich erst allmählich an dieses Futter gewöhnen soll. Vielfach kommt es vor, dass gerade bei der ersten Brut gewisse Störungen eintreten wie z.B. das mangelhafte Füttern der Zuchtweibchen an die Nestvögel. Als Grund dieser Mängel lassen sich folgende Punkte aufführen, die in Betracht kommen könnten, z.B. mangelhafte Körperkonstitution, schlechte Veranlagung, vorzeitiger neuer Hecktrieb, Ängstlichkeit des Weibchens usw. Es ist allerdings schwer zu erraten, was in den einzelnen Fällen davon zutrifft. Treten solche Mängel in Erscheinung, so versuche man das Weibchen mit einigen Leckerbiseen zum besseren Füttern anzuregen. Man reiche kleine Kostproben von Ameisenpuppen, zerkleinerten Mehlwürmern, zarte Triebe des Blattsalat, fein gehackten Apfel oder einige gequetschte Hanfsamenkörner. Hilft nicht das eine, so hilft mitunter das andere, es kann aber auch vorkommen, das keine Kostprobe hilft und das Weibchen hartnäckig in seinem Willen verharrt. Ist dies der Fall, dann versuche man, die Nestvögel in andere, gleichaltrige, besser versorgte Nester zu verteilen. Das Baden während der Brutzeit ist jedem Zuchtweibchen sehr dienlich, wie auch die feuchte Wärme die Entwicklung des Embryos begünstigt, weil durch die Feuchtigkeit die Poren der Eischale geöffnet werden. Das Aufziehen der Fußringe geschieht bei normal veranlagten Jungvögeln am 6. bis 7. Lebenstage und bei Schwächlingen 1 bis 2 Tage später. Letztere erhalten also nicht zu gleicher Zeit den geschlossenen Fußring aufgezogen. Wird dies beachtet, dann kann ein Abstreifen der Ringe nicht in Erscheinung treten. Abgesehen von der Eigenart bestimmter Weibchen, welche vom Glanz des Metalls gestört werden und die deshalb zu gern die Fußringe aus dem Nest entfernen wollen, entsteht der Verlust des Fußringes in der Regel nur bei solchen Nestvögeln, die schwächlich veranlagt sind und denen sie zu zeitig aufgezogen wurden. Das bisher Erörterte dürfte für den Beginn der Kanarienhecke zunächst genügen, wobei erneut daran erinnert wird, alle Kanarien sachgemäß und verständig zu verpflegen und alles Übrige der natürlichen Entwicklung zu überlassen.

Monat April

Trotz prasselnder Regen- und Schneeschauer im wetterwendischen April wird sich das Wiedererwachen der Natur nicht aufhalten lassen. Der immer mehr belebende Einfluss der Sonne zeigt sich für die Entwicklung der Kanarienhecke von allergrößter Bedeutung. Ist die Witterung einigermaßen günstig, dann kann man mit der Hecke auch in den Bodenkammern beginnen, die nicht heizbar sind. Im Allgemeinen ist jedoch auf eine Temperatur von 18 Grad Celsius zu achten. Erfahrungsgemäß wird in jeder Tätigkeit nur das Beste geleistet, wenn gesunde Elterntiere in der Hecke Verwendung finden. Schwachgebaute Elterntiere erzeugen fast immer schwache Nachzucht. Deshalb sollte man mangelhaft entwickelte Zuchttiere in der Hecke nicht verwenden. Weniger liegt es an schlecht fütternden Weibchen, Inzucht oder sonstigen krankhaften Veranlagungen. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Entwicklung der Nestlinge hingewiesen. Solche, die gleich nach dem Schlüpfen kerzengerade hochstehen und vom Weibchen sich atzen lassen, entwickeln sich zu kräftigen Nestvögeln. Schon nach wenigen Stunden kann man feststellen, dass sie körperlich zugenommen haben. Jungvögel, die jedoch den Krankheitskeim in sich tragen, haben keine lange Lebensdauer. Meistens gehen sie bereits nach 5 bis 6 Tagen ein. Weichfutter reicht man hauptsächlich in den ersten sieben Tagen. Mehr Körnerfutter wird erst vom 8. Tag ab gereicht, nachdem sich der Reibmagen entwickelt hat. Es ist äußerst wichtig, nur einwandfreie Hühnereier zu verwenden. Bei Hühnereiern, deren Eiweiß zu viel Wassergehalt hat, entspricht der Nährwert nicht den erforderlichen Ansprüchen. Aus diesem Grunde sind solche für die Fütterung weniger geeignet. Auch der Dotter muss locker und leicht bröckelig sein. Es unterliegt daher keinem Zweifel, dass mit gutem Eifutter und einwandfreien nusssüßem Sommerrübsen kräftige Jungvögel auf die Stange gebracht werden. Alles andere ist nur gelegentliche Beikost. Weiter wäre noch das Absterben des Embryos zu erwähnen. Wenn der fast vollständig entwickelte Embryo im Ei abstirbt oder der Jungvogel beim Schlüpfen in der Schale stecken bleibt, so ist die Ursache nicht immer ein Fehler während der Brutzeit, wie z.B. mangelhafte Bebrütung, beschmutzte Eier, beschädigte Eischale, Mangel an sauerstoffhaltiger Luft, geringe Feuchtigkeit oder niedrige Zimmertemperatur, sondern es liegt sehr häufig an der ungenügenden Lebenskraft des Embryo, da ihm die Nährstoffe im Ei fehlen. Hat beispielsweise der Nährdotter mehr Wasserstoffe als Nährstoffe, so ist das Absterben der Embryo unvermeidlich. Gewöhnlich kommen solche Fälle nur dort vor, wo die Elterntiere schwächlich gebaut sind und dem Ei nicht genügend Nährstoffe mitgeben konnten. Zumal das Zerbrechen der Eischale längere Zeit in Anspruch nimmt, ermattet schon frühzeitig ein solch schwächlich veranlagter Embryo bei der rotierenden Bewegung im Ei; durch die herantretende Luft wird die Eihaut trocken und hart, und der Embryo bleibt dann gewöhnlich stecken und stirbt ab. Auch falsche Lage im Ei oder Verkrüppelungen können zum Absterben des Embryos führen. Es ist erwiesen, dass das Absterben des Embryos oft auch mit anderen körperlichen Leiden im Zusammenhang steht. Betrachtet man bei einem abgestorbenen oder ausgekommenen Jungvogel die rechte Bauchseite, so findet man einen schwarzen Fleck, der gewöhnlich nicht größer als ein Stecknadelkopf ist. Derartige Vögel stammen von Elterntieren, die leberkrank sind und in der Hecke nicht verwendet werden sollen. Diese unliebsamen Vorkommnisse sind nur durch Auswahl gesunder Elterntiere und durch eine richtige und mannigfaltige Ernährung zu bekämpfen. Ebenso wie die frei lebenden Vögel sich durch reichliche Auswahl die notwendigen Stoffe für den Vogelkörper aneignen bzw. aufspeichern, so sollte man auch die Kanarienvögel in der Gefangenschaft mit vollwertigem Futter auf die Zucht vorbereiten. Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen schwächen bekanntlich die Lebenskraft. Schließlich wird noch auf peinlichste Sauberkeit hingewiesen, die eine Hauptbedingung für eine erfolgreiche Hecke bedeutet.

Monat Mai

Wir stehen inmitten der Aufzucht. Freude und Begeisterung leuchtet auf allen Gesichtern, denn der „Wonnemond" ist für den Kanarienzüchter ein wahrer Wonnemonat. Die Nester beginnen sich zu füllen und die Verluste des vergangenen Monats gleichen sich nun aus. Bekanntlich bringt die Maizucht fast immer die besten Vögel. Nun kommt auch der Zeitpunkt, wo die Jungvögel das Nest verlassen. Bei einem Lebensalter von 24 Tagen beginnen die Jungvögel mit der selbständigen Futteraufnahme. Aus dem Heckkäfig werden die Jungvögel für einige Tage in den Übergangskäfig gebracht und gelangen erst dann in den Flugkäfig. Der Übergangskäfig soll mindestens ebenso groß oder etwas größer als der Heckkäfig sein. Die Behandlung der Jungvögel im Flugkäfig ist ein Kapitel für sich. Die Jungvögel erhalten zunächst das bisherige Futter. Es dürfte von großem Vorteil sein, dem Eifutter etwas gemahlenen Rübsen beizumischen. Auf diese Weise gewöhnen sich die Jungvögel am schnellsten an den Rübsen, der infolge des Feuchtigkeitsgehaltes des Eifutters eine gewisse Weichheit angenommen hat. Mit diesem Futter können sich die Jungvögel den Magen nicht so schnell überladen, weil gemahlener Rübsen eine gewisse Zeit zum Zerkauen in Anspruch nimmt. Nach Ablauf einiger Wochen reicht man ungemahlenen Rübsen, damit die Jungvögel samenfest werden, was unbedingt notwendig ist und etwas Mischfutter. Die Eifutterration wird täglich auf einen halben Teelöffel je Vogel berechnet und möglichst um die Mittagszeit verabfolgt. Um die gleiche Zeit reicht man auch zeitweise etwas Grünfutter. Ein Napf mit einem guten Zwiebackpräparat sowie Kalkstoffe sollen im Flugkäfig nicht fehlen. Schließlich wird auf öftere Badegelegenheit hingewiesen. Man stelle den Käfig so auf, dass auch die Sonnenstrahlen für kurze Zeit den Käfig treffen. Im Übrigen achte man stets auf die Stubentemperatur von mindestens 18 Grad. Jungvögel, welche längere Zeit im Flugkäfig verbleiben, können sich durch unbeschränkte Bewegungsfreiheit vollständiger und besser entwickeln. Der Körperbau wird kräftiger und neigt weniger zu Krankheitsanfällen. Für etwa 15 Jungvögel muss der Flugkäfig eine Größe von 1000 X 500 X 500 mm haben. Nicht selten kommt es vor, dass die Jungvögel sich gegenseitig das Gefieder rupfen. Es dürfte bekannt sein, dass der Mangel an Kalksalzen nicht nur die Knochenbildung beeinträchtigt, sondern auch Allgemeinstörungen wie z.B. das Selbstrupfen als auch das gegenseitige Rupfen verursacht. Verschiedentlich kann auch ungeeignete Fütterung die Ursache sein. Wenn die Vögel an den kostbaren Säften der Federkiele gekostet haben, werden sie schwerlich davon ablassen. Derartige Vögel müssen daher unter günstige Lebensbedingungen gestellt werden. Vor allem muss der Genuss hitzigen Futters zurücktreten und die Pflanzenkost nebst Kalkpräparaten begünstigt werden; auch das Grünfutter verdient eine große Beachtung, es darf aber nicht ausschließlich das Feld beherrschen. Außerdem stehen verschiedene Arzneimittel für die Bekämpfung des Rupfens zu Gebote. Diese dienen teils der Beseitigung des erwähnten Übels und anderseits zur Hebung des Gesundheitszustandes. Im Anzeigenteil der „Kanaria" werden des öfteren geeignete Mittel angeboten. Schließlich wird die Anbringung einiger Leinwandbändchen an der Decke des Käfigs sowie eine leichte Verdunkelung der Flugkäfige mit einem grünlichen Tuch in Empfehlung gebracht. Lässt das Rupfen auch dann nicht nach, so ist es ratsam, die am ärgsten gerupften Vögel in Einsatzkäfige zu setzen und schließlich die hartnäckigsten Rupfer von der Zucht auszuschließen. Neben den sonstigen laufenden Arbeiten, die in diesem Monat zu leisten sind, gilt die Aufmerksamkeit der Schädlingsbekämpfung.

Monat Juni

Im Monat Juni kommt es darauf an, durch gewissenhafte Behandlung und Pflege das Wachstum der Nachzucht zu fördern, damit die gewünschten Erfolge nicht hinter den Erwartungen zurückbleiben. Dass unter allen Umständen die Bekämpfung sämtlicher Schmarotzer notwendig ist, sollte eigentlich die erste Voraussetzung des Züchters sein. Bekanntlich vermehrt sich die Vogelmilbe durch Eier. In den warmen Sommermonaten ist die Fortpflanzungstätigkeit besonders groß. Etwa 2 Monate lang legt die weibliche Milbe ununterbrochen Eier, deren Anzahl in jeder Legeperiode etwa 2000 Nachkommen je Milbe beträgt. Vom Ei bis zur fertigen Milbe vergehen etwa 10 Tage. Die Haut des Milbeneies platzt nach 2 bis 3 Tagen und aus dem Ei schlüpft die Larve. Die sehr bewegliche Larve sucht dann sofort einen Schlupfwinkel auf und beginnt nach Ablauf von 24 Stunden mit dem Häutungsprozess. Erst nach dreimonatiger Häutung ist die erwachsene Milbe voll entwickelt. In der Regel genügt eine einzige Begattung um etwa achtmal befruchtete Eier zu produzieren. Wegen der Fortpflanzungstätigkeit ist das Nahrungsbedürfnis bei der weiblichen Milbe größer als bei der männlichen Milbe. Letztere kann tagelang ohne Nahrung auskommen und trotzdem befruchten. Mit Beendigung der Sommermonate lässt die Fortpflanzungstätigkeit nach und wird bei Eintritt der kalten Jahreszeit ganz eingestellt, also die Weibchen legen keine Eier mehr und belästigen daher auch unsere Kanarien in keiner Weise. Die ausgewachsenen Milben verleben meist im Hungerzustand die Wintermonate in den Schlupfwinkeln, und zwar in ganzen Kolonnen zusammen, bis zum Eintritt der Heckperiode, um dann erneut mit der Fortpflanzung zu beginnen. Es ist daher ratsam, nach Beendigung der Hecke keinen Käfig ungereinigt bzw. nicht desinfiziert aufzubewahren, sondern durch gründliche Sodawasserabkochungen von den Schmarotzern zu befreien, wobei anschließend mit einem guten Milbenbekämpfungsmittel nachgeholfen wird, um den gewünschten Zweck zu erreichen. Man achte auch auf den Mauserprozess bei den Jungvögeln, der in der Regel nach einem Lebensalter von 8 bis 10 Wochen eintritt. Dieser besteht jedoch nicht in der Erneuerung des gesamten Gefieders, sondern nur in dem Wechsel der kleinen Federn. Schwanz- und Flügelfedern werden erst im zweiten Jahr erneuert. Die Mauser überstehen die Jungvögel umso leichter, je naturgemäßer man sie behandelt. Dies sollte nach zweierlei Richtung geschehen. Erstens in der Art der Ernährung mit besonderer Berücksichtigung der in dem gereichten Futter enthaltenen Aufbaustoffe Vitamine und Mineralien, und zweitens in der Behandlung bzw. Pflege selbst. Beide Richtungen sollen sich gegenseitig ergänzen, d.h. die ernährungsphysiologische Seite ist genauso wichtig wie die Pflege. Man reicht deshalb nicht nur einwandfreies Futter, sondern achte auf behagliche Wärme in der Behausung (18 Grad), peinlichste Sauberkeit und vermeide jede Störung sowie Platzwechsel. Nichtbeachtung dieser Tatsache führt leicht zu unliebsamen Störungen im Gefiederwechsel. Neben Rübsen als Hauptnahrung und gestrecktem Eifutter als Beikost sollen die Jungvögel auch genügend Mischfutter erhalten. Verschiedentlich besteht bei den Züchtern Abneigung gegen das Mischfutter im Flugkäfig. Kräftige und leistungsfähige Kanarien kann man aber nur dann heranziehen, wenn man kräftig und abwechslungsreich füttert. Mischfutter reicht man erst in den Mittagsstunden. Um eine geregelte Verdauung zu ermöglichen, reiche man wöchentlich zweimal einwandfreies Grünfutter. Zartes Grünfutter, wie z.B. Vogelmiere und frische Schösslinge ausgesäten Rübsens, werden gern genommen. In den Flugkäfigen sollen die Jungvögel auch Kalkstoffe erhalten. Abgesehen von den vielen Kalkpräparaten, die zeitweilig im Anzeigenteil der „Kanaria" in Empfehlung gebracht werden, eignen sich: Wandkalk, reine weiße Kreide, gestoßene einwandfreie Hühnereierschalen, Muschelschrot sowie Ossa sepia.

Monat Juli

Mit Beginn des Monats Juli ist die Kanarienhecke einzustellen. Es ist für die Weibchen sehr nachteilig, dieselben noch weiterhin auszunutzen. Alle Arbeiten des vorigen Monats werden den gegebenen Verhältnissen entsprechend durchgeführt. Nirgends kann man soviel Schädigungen der Gesundheit beobachten, als gerade bei den Jungvögeln im Flugkäfig. Aus diesem Grunde soll gegen die Entstehung von Darmkrankheiten so angekämpft werden, wie auf dem Gebiete der nicht einwandfreien Verpflegung unserer Kanarien in den Flugräumen. Abgesehen von einer fehlerhaften oder mangelhaften Beschaffenheit der gereichten Futtermittel, ist nicht selten zu starke Eifutteraufnahme daran beteiligt. Von den meisten Züchtern werden wenig gesiebte Haferflocken mit Zwieback und etwas Mohnsamen als schnellstens wirkendes Kräftigungsmittel bei Darmkrankheiten benutzt. Es ist klar, dass kranke Kanarien kein kaltes Trinkwasser erhalten sollen, sondern man reiche dünnen Hafer – oder Reisschleim, wodurch der Krankheitszustand günstig beeinflusst werden kann. Für gesunde Kanarien bildet guter einwandfreier Rübsen die Hauptnahrung und Mischfutter ist nur als gelegentliche Beigabe zu verabfolgen. Als einseitig dürfte die Fütterung des Kanarienvogels nur dann anzusprechen sein, wenn er ausschließlich Rübsen erhält. Dies ist jedoch nicht der Fall, denn der Vogel erhält außer Rübsen eine Prise Ei- bzw. Mischfutter. Außerdem wird zeitweise Grünfutter gereicht. Wenn man einmal die Futtertabellen näher betrachtet, so gelangt man zu der Erkenntnis, dass allein schon im Rübsen hinreichend Energiemengen vorhanden sind, um tatsächlich als Hauptnahrung des Vogels zu dienen. Alle bisherigen Erfahrungen haben jedoch zu dem praktisch wichtigen Ergebnis geführt, dass das sogenannte Mischfutter dem Vogelkörper als eine wertvolle Ergänzung willkommen ist, weil es nicht nur lebenswichtige Stoffe wie Eiweiß, Fett, Kohlehydrate und Mineralsalze in ausreichender und wirksamer Weise enthält, sondern auch wegen der gemischten Zusammensetzung eine einseitige Inanspruchnahme des Verdauungsapparates zweckbewußt vermeidet und somit auch in verhältnismäßig kleinen Mengen den gesamten Futtermittelbedarf des Vogelkörpers befriedigen kann. Die weitere Ernährung mit Pflanzenstoffen, wie z.B. Mohrrübe, Spinat, Löwenzahn, Vogelmiere, Blattsalat, Apfel usw. ermöglicht die Zufuhr gewisser Mineralstoffe und jener lebenswichtigen Stoffe, die als Vitamine bezeichnet werden. In der angeführten Grünfütterung sind nicht nur die angeführten Vitamine, welche die Widerstandskraft des Vogelkörpers gegen ansteckende Krankheiten vergrößern, im richtigen Verhältnis enthalten, sondern auch Stoffe, die zum bedingten Wohlbefinden beitragen. Eine weitere vorteilhafte Eigenschaft ist die leichte Verdaulichkeit dank dem Gehalt an Säuren, die die Tätigkeit des Verdauungsorganismus unterstützen und beschleunigen. Bei der erwähnten Fütterung von halb Rübsen und halb Mischfutter würde sich die Grundregel für eine ausgesprochene Fütterungszusammenstellung nicht ergeben und kann den erwünschten Erfolg zeitigen. Die Vögel würden zu leicht hitzig werden und den übrig gebliebenen Rübsen verschleudern. Anhand der praktischen Erfahrungen besteht kein Zweifel darüber, dass man zur Erlangung von Höchstleistungen auf das richtige Verhältnis der Futterzusammenstellung angewiesen ist. Abschließend seien noch einige Mängel erwähnt. Jungweibchen, die sich im Laufe der Zeit als so genannte „Schwanzreißer" entpuppen, lassen sich durch kein Mittel von dieser Unart abbringen. Trotz bestreichen der Schwanzfedern mit Aloetinktur, Petroleum oder sonstigen übelriechenden Stoffen wurde der gewünschte Zweck nicht erreicht. Die beste Maßnahme dürfte die Ausschaltung solcher Weibchen von der Hecke sein, denn solche Unarten bemerkt man auch bei der Nachzucht.

Monat August

Jetzt ist die Zeit, da auch die Elterntiere mit dem Gefiederwechsel beginnen. Was für die Jungvögel gilt, trifft besonders auch für die Elterntiere zu. Gerade bei den älteren Kanarien wird der Körper sehr stark mitgenommen, denn die Mauser stellt mancherlei Anforderungen an das Kräftevermögen des Vogels. Man denke zunächst an den Gefiederausfall, durch den der Vogel mehr oder weniger einer Verkühlung ausgesetzt ist, anderseits werden durch die Gefiederbildung dem Vogelkörper wertvolle Säfte entzogen. Eine Gefahr für den körperlich geschwächten Vogel besteht darin, diesen während der Mauserzeit zu vernachlässigen oder etwa bei der Verpflegung falsche Wege zu gehen, die sich zum Nachteil des Vogels auswirken könnten. Wenn also die normale Mauser innerhalb von 6 bis 8 Wochen beendet sein soll, so muss man in erster Linie darauf bedacht sein, dass der mausernde Vogel durch ein entsprechendes Futter gut verpflegt und bei gleichmäßiger Wärme in seiner Ruhe nicht gestört wird. Der Zweck wird erreicht, indem man mit Hilfe eines bestimmten Körnerfutters, wie z.B. Hanfsamen den bereits eingetretenen Gefiederausfall begünstigt und mit Hilfe von Glanzsamen, der reich an Kieselsäure ist, eine rasche Gefiedererneuerung bewirkt. Eine weitere Beschleunigung des Mauserprozesses erzielt man durch Verabfolgung von Vogelmiere, grünen gurkenschalen, Salatblättchen, Kreuzkraut und Wegerichrispen sowie einem gestreckten Eifutter in Verbindung mit einigen feingewiegten Brenneselblättern, worin alle erforderlichen Stoffe zur Gefiederbildung enthalten sind. Da nicht allein Kieselsäure, Natron und Eisen die Gefiederbildung begünstigen, so ist auch Schwefel für diesen Zweck von großem Vorteil, und zwar reicht man wöchentlich eine Prise Schwefelblüte ins Eifutter und alle 2 tage eine Messerspitze Mausersalz ins Körnerfutter. Rübsen bleibt nach wie vor die Hauptnahrung des Vogels und soll nicht etwa durch vorerwähnte Mischfutter verdrängt werden, um den Tagesbedarf zu decken, sondern man reiche nur soviel, als für einen halben Teelöffel notwendig ist, so dass der Vogel gezwungen ist, sich an dem vorhandenen Rübsen zu sättigen. Sehr wirksam bei der Behandlung der Mauser dürfte gleichmäßig warme Stubentemperatur sein, die auch bei unfreundlichem Wetter zu beobachten ist. Das Thermometer soll also nicht unter 18 grad fallen. Man sollte auch immer im Auge behalten, mausernde Kanarien in ihrer Ruhe nicht zustören, also sich so wenig als möglich am Käfig zu beschäftigen und diesen am besten leicht zu verdunkeln. Bei diesen Maßnahmen dürfte der ordnungsmäßige verlauf der Mauser gewährleistet sein. Und noch ein Wort über die Jungweibchen. Es ist zweckmäßig, wenn man die künftigen Zuchtweibchen schon jetzt auf tiefe, volle und langhaltige Locktöne prüft. Gewisse Vorzüge bestehen bei solchen Weibchen, deren Lockruf dem des Dompfaffen ähnlich und vor allem, wenn beim Locken der Kehlkopf sich besonders aufbläht. Weibchen mit tiefem Lockruf sind besonders wertvoll, denn die männliche Nachzucht solcher Weibchen verspricht höhere gesangliche Leistungen. Aus diesem Grunde soll man sämtliche Weibchen schon jetzt beobachten und deren Veranlagung genauestens überprüfen. Auf wirklichen Erfolg kann man allerdings nur dann rechnen, wenn die mit tiefem Lockruf veranlagten Weibchen entsprechend verpaart werden. In diesem Zusammenhang wird an die Futterbeschaffung erinnert. Die Aufbewahrung des Rübsens besteht darin, n dass man ihn nicht zentnerweise in Säcken stehen oder hängen lässt, sondern man lagert ihn auf den Dachboden auf einer Bretterunterlage an luftiger , kühler Stelle und schaufelt den ganzen bestand wenigstens einmal wöchentlich um. Wird der Rübsen in Säcken gelagert, dann kann es leicht vorkommen, dass bei nasskaltem frühjahr- oder Herbstwetter der verstaubte sack Feuchtigkeit annimmt und dadurch die Güte der Saat beeinträchtigt wird. In solchen Fällen nimmt das Körnerfutter sehr leicht einen moderigen bzw. dumpfigen Geruch an, bekommt Schwitzhauch sowie auch vielfach schimmelartige Auflagerungen.

Monat September

Nun ist der Monat der Einbauerung der Junghähne gekommen und der Züchter wird sich mit dieser Aufgabe zu beschäftigen haben. Die gut entwickelten Junghähne werden in milbenfreie Einsatzkäfige gebracht. Dieselben werden in Gesangsregale oder in geeignete Gesangskästen gestellt. Werden die Junghähne in Regale gebracht, so werden zunächst keine Zwischenwände verwendet, damit sich die

Hähne gegenseitig sehen und allmählich an die neue Behausung gewöhnen. Nach einigen Tagen werden die Käfige durch je eine Zwischenwand getrennt, so dass die Hähne sich gegenseitig nicht mehr sehen können und nun auf sich selbst angewiesen sind. Nach weiteren 3 bis 4 Wochen beginnt man mit einer leichten Verdunkelung, in dem man das Regal oder die Fenster mit einem grünlichen Tuche verhängt. Wer die vorteilhaften Gesangskästen verwendet, schließe allmählich die Türchen nur zu bestimmten Zeiten. Während der Nacht bleiben die Gesangskästen geöffnet. Der eigentliche Zweck der Gesangskästen besteht darin, dass der Vogel beim singen nicht gestört wird und die Schallwellen sich gegenseitig verfangen, so dass ein schöner gedämpfter Ton erzielt wird. Auch verträgt der Vogel im Gesangskasten eine Veränderung des Standortes ohne Störung, so dass er in seinen gesanglichen Leistungen ohne Unterbrechung fortfahren kann. Wenn auch durch die mäßig angewandte Verdunkelung der Sänger von dem vielen Hin- und Herhüpfen abgelenkt wird und dem Vorsänger gewissenhafter und aufmerksamer lauscht, dann darf die starke Verdunkelung nicht ohne Unterbrechung erfolgen, weil sonst der Vogel an seiner Gesundheit Schaden nehmen würde. Wird der Gesangskasten nur zu bestimmten Zeiten geschlossen, dann wird sich der Vogel auch am Leben erfreuen und mit Fleiß und Eifer seine Gesangstouren beim Öffnen des Kastens vortragen. Um den Gesundheitszustand der Sänger nicht zu beeinträchtigen, verwende man möglichst keine zu engen Gesangskästen. In der Regel beträgt das Innen – bzw. Lichtmaß 260 X 200 X 280mm. Gesangskästen aus Sperrholzplatten sind haltbarer als solche aus Tannenholz. Nicht jeder Platz ist im Zimmer für die Aufstellung des Gesangsregals oder von – Schränken geeignet. Man stellt die Vögel möglichst so, dass die Sonnenstrahlen erfrischend und gesundheitsfördernd auf die Junghähne einwirken. Durch ihre Einwirkung dürften der Blutumlauf und andere wichtige Lebensvorgänge günstig beeinflusst werden. Um die gesundheitliche Einwirkung des natürlichen Sonnenlichtes dem geschlossenen Ausbildungsraum besser zugänglich zu machen, sind neuerdings Fensterscheiben aus besonderen Glassorten hergestellt worden, welche Ultraviolettstrahlen wenigstens teilweise durchdringen durchlassen. Was nun die Lage des Zimmers anbetrifft, so soll dieses möglichst nach Osten oder Süden gelegen sein. Gesangsstuben mit der Vorderseite nach Norden sind für solche Zwecke nicht geeignet. Der Vorsänger muss die Touren schön, klar und tief zum Vortrag bringen, dass sie jedes klangverständige Ohr hinreichend befriedigen. Vor allem müssen die Touren in den Stamm hineinpassen und keine Schnitzer oder Nasentouren enthalten Der beste Vorsänger bleibt demnach der Heckhahn selbst, also der Vater der Junghähne, in dessen gesanglichen Leistungen schöne tiefe Grundtouren verankert sind, die den Junghähnen gegenüber tonangebend wirken. Der Gesang muss geschlossen und nicht abgerissen zum Vortrag gelangen. Sind diese Eigenschaften vorhanden, so ist der Vorsänger als vollwertig zu betrachten. Die Ausbildung der Junghähne ohne Vorsänger ist weniger vorteilhaft. Wenn man auch zum Ausdruck bringen sollte, bei jedem Hahn ist die gesangliche Veranlagung vertreten, bzw. dies liege im Blute des Vogels, so muss darauf entgegnet werden, dass es wohl richtig ist, dass die Junghähne auf den Gesang kommen, aber doch nicht die gewünschten Gesangsresultate erzielt werden, um sagen zu können, die Hähne sind gesanglich vollkommen auf der Höhe. Wer also stümperhafte und klanglose Strophen bei seinen Junghähnen ausschalten will, der verwende Vorsänger seines eigenen Stammes.

Monat Oktober

Für den Monat Oktober gilt auch alles für den September Gesagte. Die Junghähne sind in nicht allzuhoher Stubentemperatur zu belassen, weil dadurch die Atmungsorgane hauptsächlich geschwächt werden. Das Rauhwerden der Stimme durch Katarrh des Kehlkopfes wird hervorgerufen durch Einatmen rauher, staubiger oder verunreinigter Luft, schroffen Temperaturwechsel, Zugluft oder Überanstrengung. Man hilft sich in solchen Fällen durch das Aufsteigenlassen von Eukalyptusdämpfen mit gereinigtem Terpentin. Warme feuchte Luft mildert die Entzündung der Atmungsorgane. Dem Zuchtweibchen ist gleichfalls sein Augenmerk zuzuwenden. Man überwintert dieselben kalt. Die kalte Überwinterung der Weibchen hat den Zweck, um vor allem erstens einer vorzeitigen Heckreife zu begegnen und zweitens dieselben in gesundheitlicher Hinsicht Widerstandsfähiger zu gestalten. Bei ausgiebiger und anstrengender Flugtätigkeit werden alle Organe brauchbar erhalten und gegen Temperatureinflüsse gestählt. Abgesehen von der Besserung der Blutbeschaffenheit kräftigt sich die Herzarbeit, vertieft sich die Atmung des Vogelkörpers, steigert sich der Stoffwechsel und sämtliche Körperteile werden in Wallung gebracht. Überhaupt kommt den kalten Temperaturen eine ausgesprochene Reizwirkung zu, die umso größer wird, je tiefer die Temperaturen fallen. Dieser Umstand verdient besondere Beachtung. Der Einfluss des Kältereizes beruht ja bekanntlich auf den Vorgängen, die er auf den Vogelkörper auslöst. Verschiedene andere Gesichtspunkte sind für den Aufenthalt im Überwinterungsraum mitbestimmend und zwar, ob der Flugkäfig so aufgestellt ist, dass er auch genügend Sonnenstrahlen erhält und die Vögel keiner Zugluft ausgesetzt sind, ob der Käfig mehr oder weniger weit vom Fenster entfernt ist, ferner ob er nach dieser oder jener Himmelsrichtung entsprechend geschützt bleibt. Aus dem Gesagten ergeben sich die Nutzanwendungen für jedes einzelne Zuchtweibchen. Jedes gesunde und vollkräftige Weibchen kann ohne gesundheitliche Bedenken selbst bei niedrigen Kältegraden im Überwinterungsraum Aufnahme finden und es bedarf weiter keiner Erwähnung mehr, welche Vorteile noch für die Gesundheit der Zuchtweibchen in einem solchen Raume winken. Im Gegensatz zu den Zuchtweibchen müssen die Hähne warm gehalten werden, weil sie sonst ihren Gesang einstellen und bei der engen Behausung keine Kältegrade vertragen könnten. Kurz vor Beginn der Hecke werden die Hähne in die Heckkäfige gebracht, wo sie einige Tage verbleiben und durch die geübte Flugtätigkeit ihren Pflichten sicherer nachkommen werden. Sollten sich unter den Zuchtweibchen einige Tierchen befinden, die noch nicht abgemausert haben, oder gar der Stockmauser verfallen sind, so ist diesen Weibchen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Der Kampf gegen die Stockmauser ist schwer, weil nicht jedes Mittel anschlägt. Hierbei leistet die ein- oder zweimalige Anwendung des Dampfbades noch die besten Dienste. In der Regel setzt man den mausernden Vogel nicht länger als 10 bis 15 Minuten dem Dampfbad aus. Für die erforderlichen Maßnahmen ist ein Stuhl, dessen Sitz aus Rohrgeflecht besteht, notwendig. Auf diesen stellt man den Käfig und unter den Stuhl findet der Behälter mit kochendem Wasser Aufnahme. In das kochende Wasser werden Heublumen oder Kamille geschüttet. Alsdann wird der Käfig sowie der Stuhl mit einem dicken Tuch umhüllt, so dass die Dämpfe ihre Wirkung ausüben können. Hierbei ist zu beachten, dass die Dämpfe den Vogel nicht zu heiß treffen, wobei mit Hilfe der auszusetzenden Hand der Käfig nebst Vogel mehr oder weniger vom Behälter entfernt wird. Nach erfolgtem Dampfbad ist der durchnässte Vogel unter allen Umständen vor jeder Zugluft zu schützen. Der Standort des krankhaften Vogels soll nicht zu hoch sein, die Tagestemperaturen nicht mehr als 22 Grad betragen und des Nachts nicht unter 15 Grad absinken. In enger Verbindung hiermit stehen für die Beseitigung der Stockmauser die weiteren unter dem allgemeinen Begriff der Behandlung zusammenfassenden Maßnahmen: die Anwendung guter Mausersalze und sonstige Beigaben ins Trinkwasser, und zwar einige Tropfen Alkohol.

Monat November

Obwohl mit Beginn des Monats November die winterliche Ruhezeit in der freien Natur ihren Anfang nimmt, so bedeutet diese Zeit für den Kanarienzüchter keineswegs eine Ruhepause, sondern einen Zeitabschnitt intensiver Arbeit in der Ausbildung der Junghähne. In den meisten Fällen erfolgt die Ausbildung im Gesangskasten. Wem die Ausgaben zu hoch sind, kann aus Billigkeitsgründen sich selbst solche Kästen anfertigen. Am billigsten kommt man weg, wenn man hierzu gewöhnliches Tannenholz verwendet; es kostet aber auch kein Vermögen sich Gesangskasten aus Sperrholzplatten zu bauen. Die Ausführung soll nicht genagelt sondern gezinkt sein, damit ein gefälliges Aussehen erzielt wird. Von den verschiedenen Größen haben sich die Kästen mit folgenden Abmessungen am besten bewährt: Das Innen- bzw. Lichtmaß hat folgende Abmessungen: Länge 280 mm, Breite 200 mm und Höhe 260 mm. Der Zwischenraum zwischen Einsatzkäfig und den Gesangskästenwänden soll auf beiden Seiten je 20 mm betragen. Im Allgemeinen muss der Einsatzkäfig bequem im Kasten Aufstellung finden können, auch achte man auf vorzügliche Resonanz. Türflügel mit schlitzförmiger Lichtöffnung bzw. Frischluftöffnung sind Türen mit herausnehmbaren Milchglasscheiben vorzuziehen. Die Wandstärke beträgt 6 bis 8 mm. Nach vollständiger Bearbeitung werden die Kästen hell natur- oder nußbaumlackiert. Verschönert wird der Gesangskasten durch einen kleinen Aufsatz. Obwohl verschiedentlich eine gewisse Abneigung gegen den Gesangskasten besteht, so erzielt man dennoch mit ihm die besten Erfolge, weil der Vogel bei seinen Gesangsstudien in ihm weniger gestört werden kann. Die nach belieben vorzunehmende Verdunkelung ermöglicht es, dass der Vogel von dem vielen Hin- und Herhüpfen abgelenkt wird und um so gewissenhafter und aufmerksamer dem Vortrag seines Vorsängers lauscht. Auf diese Weise wird der Gesang bedeutend ruhiger und sanfter zum Ausdruck gebracht. Selbstverständlich darf man den Junghahn nicht im vollständig verdunkelten Kasten sitzen lassen und nur öffnen wenn man füttert. Eine solche Behandlungsmaßnahme wäre quälerisch und würde dem Vogel die Lust und Liebe zum Gesang vereiteln. Für die Gesunderhaltung der Junghähne sind drei Dinge maßgebend und zwar: Einwandfreies Futter, gesunde Behausung und peinlichste Sauberkeit. Zumal durch fehlerhaftes Futter mehr Krankheiten entstehen als man annimmt, so muss man stets auf einwandfreie Beschaffenheit nicht nur des Körnerfutters, sondern auch des Ei- und Mischfutters achten. Bei der Wahl des Körnerfutters ist vor allem der gute Geschmack von ausschlaggebender Bedeutung. Einen wichtigen Bestandteil der Futtermittel bildet das Hühnerei, auf dessen Zubereitung besonderer Wert gelegt wird. Die Behausung muss trocken, warm, gut durchlüftet und genügend durchsonnt sein. . Die Notwendigkeit einer ergiebigen Durchlüftung ist auch dann zu beachten, wenn kühlere Temperaturen eingetreten sind. In den Wintermonaten ist die Durchfeuchtung der warmen Zimmerluft mit Hilfe von gefüllten Wasserschalen erforderlich. Schließlich ist noch auf peinlichste Sauberkeit zu achten: Unrat darf sich in keinem Käfig ansammeln. Derselbe muss mindestens einmal wöchentlich gereinigt bzw. gewechselt werden. Mit entsprechenden Mitteln muss der Milbenplage Einhalt geboten werden. Wird auf diese Punkte geachtet, dann dürfte die Erhaltung der Gesundheit der Junghähne gewährleistet sein. Von Tag zu Tag setzen die Junghähne ihre Leistungen immer stärker ein. Es ist Aufgabe des Züchters dahin zu wirken, dass die Junghähne ihr fehlerfreies Lied zu jeder Tageszeit ruhig und geschlossen, also nicht abgesetzt bzw. stückweise, zum Vortrag bringen. Die Touren müssen rhythmisch und melodisch ineinander verflochten sein und die Übergänge von einer Tour in die andere sich weich und glatt vollziehen. Das Klangbild ist besonders dann als wertvoll anzusprechen, wenn mehrere gute, tiefe Touren in demselben auftreten und die Tourenfolge sich so gestaltet, dass sie vom Gehör als angenehme Klangwirkung empfunden wird.

Monat Dezember

Der letzte Monat im Jahr gilt mehr den Ausstellungswettkämpfen. Hier soll der Züchter der Öffentlichkeit zeigen, ob seine Nachzucht es in gesanglicher Hinsicht zur vollen Höchstleistung gebracht hat. Nicht immer entspricht das Ergebnis den gewünschten Erwartungen, denn vom Ausstellungspech kann schließlich jeder Züchter einmal erreicht werden. Es kann vorkommen, dass dieser oder jener Hahn trotz gewissenhafter Vorbereitung vor dem Preisrichter versagt und sein volles Können nicht zur Entfaltung bringt. Dessen ungeachtet soll jedoch kein Züchter verdrießen und seine Hoffnung verlieren, sondern er wird den Hebel zur Verbesserung ansetzen. Weitere Ausstellungen erwecken immer wieder neue Hoffnungen, das gewünschte Ziel zu erreichen. Die feste Zuversicht gründet sich darauf, aus der Tiefe wieder zur Höhe zu gelangen. Wenn des Züchters Jahresmühen belohnt werden sollen, so ist nicht nur auf eine ordnungsmäßige Abrichtung (Trainierung) zu achten, sondern auch auf die Beschaffenheit und gedeihliche Entwicklung des Vogelorganismus achtzugeben, denn das Wohlbefinden der Ausstellungshähne hat einen wesentlichen Einfluss auf die gesanglichen Leistungen. Ebenso kann die ungewöhnte Fütterung im Ausstellungsraum die Gesangsleistung beeinträchtigen. Aus diesem Grunde darf man die Fütterung während der Ausstellungszeit nicht zu oberflächlich nehmen. Viele Züchter vermeiden gerade um diese Zeit jeden Futterwechsel und reichen auch im Ausstellungsraum das gleiche Körnerfutter wie daheim. Der Futtermeister als Pfleger der ihm anvertrauten Kanariensänger muss daher eine zuverlässige Person sein, der auch darauf zu achten hat, dass die Temperatur im Ausstellungsraum, wie auch im Prämierungszimmer gleichmäßig ist. Es dürfte sich empfehlen, dass der Aussteller der Ausstellungsleitung beim Einliefern seiner Kollektion bekannt gibt, welche Fütterungsmethode bisher von ihm angewandt wurde. Vom Futtermeister wird eine Liste geführt, aus welcher zu ersehen ist, wie die einzelnen Kollektionen verpflegt werden sollen und für welche Sänger Körnerfutter mitgeliefert wurde. Den Wünschen des Ausstellers sollte in dieser Hinsicht, sofern es möglich ist, Rechnung getragen werden. Auf diese Weise dürfte es sich ermöglichen lassen, dass so mancher Ärger dem Züchter erspart bleibt. Durch jede Kanarienausstellung soll man gewissermaßen auch neue Freunde für diese Liebhaberei gewinnen und das Verständnis für diesen schönen Sport zu fördern versuchen, denn der Kanarienvogel ist hinsichtlich seines schönen anmutigen Gesanges, der auf den Wohlklang eines hervorragenden Tongepräges eingestellt ist, der beste Ersatz für die verschiedenen einheimischen sowie auch fremdländischen Vögel. Jeder wahre Tierfreund wird dies auch anerkennen und die gesanglichen Leistungen eines hochwertigen Kanarienvogels nicht absprechen können. Um aber die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit auf eine gut gestaltete Kanarienausstellung hinzuweisen, muss mit entsprechender Reklamewirkung die Öffentlichkeit auf die Notwendigkeit und den Zweck einer solchen Ausstellung hingewiesen werden. Nicht allein, dass sie in diesem oder jenem Lokal stattfindet ist die Hauptsache bei der Werbung, sondern dass man in dieser Schau einen tourenreichen Edelroller in seiner Farbenpracht für ganz billiges Geld erhalten kann, der selbst für ärmere Leute erschwinglich ist, muss bekannt gemacht werden. Die Kanarienzüchter als Verkäufer bzw. die Vereine sollten in Ausgaben für Propagandazwecke gerade deshalb nicht zu engherzig sein, weil derartige Ausgaben sich immer lohnen. Falsch ist es natürlich, etwa anzunehmen, dass durch eine gelegentliche Anzeige der gewünschte Zweck erreicht wird, denn man kann nicht erwarten, dass gerade an dem Tage an dem die Anzeige erscheint, gleich auch Bedarf besteht oder der Käufer bzw. Liebhaber das nötige Geld bereitliegen hat. Der Kaufentschluss für einen Edelroller wird in der Regel erst durch die Wiederholung der Anzeige beim Käufer geboren und steigert sich bei weiteren zugkräftigen Anzeigentexten. Es ist selbstverständlich, dass die Ausstellungen auch in der Fachpresse allen Fachkreisen zum Besuch empfohlen werden.

Kanaria – Kalender 1940/41


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